Was bringt Yoga im Schulalltag?

Rückmeldung zum PEP an der GMS Schreienesch in Friedrichshafen

 

Was bringt Yoga im Schulalltag? 

„Wir haben festgestellt, dass bei einigen Kindern, vor allem bei Jungen, anfangs Berührungsängste oder eine gewisse Skepsis vorhanden waren („Yoga ist etwas für Mädchen.“, „Yoga ist uncool.“, „Yoga macht meine Mutter.“, „Yoga ist langweilig.“). Bereits nach der ersten Einheit ZAI-Yoga® stellte sich auch bei diesen Kindern Freude und Spaß an den Yogaübungen ein. Sie fragten nach, wann Herr Coban denn das nächste Mal käme und waren von Mal zu Mal begeisterter.

Die Yogaeinheiten waren für die Kinder immer ähnlich aufgebaut. Auf eine Einstimmungsphase (auf der Matte ankommen) folgten Atemübungen. Dann gab es kleine Yogaübungen wie z.B. Tisch oder Hund. Herr Coban entwickelte spezielle kindgerechte Übungen, denen die Schüler und Schülerinnen eigene kreative Namen geben durften (z.B. Roboteratmung). Die Kinder bekamen die Möglichkeit, Gelerntes oder eigene Übungen vorzumachen, wobei sie in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt wurden. Dieser Teil der Stunde motivierte die Schülerinnen und Schüler sehr und wurde konsequent eingefordert.

Die Einheit endete mit der Schlussentspannung auf der Matte im Liegen, wozu als Ritual die Sprühflasche mit dem Duftöl zum Einsatz kam. Die Stunde wurde von ganz leiser Entspannungsmusik begleitet. Die Kinder wurden sensibilisiert für Ruhe und Achtsamkeit, nicht nur während des Yogas, sondern im gesamten Schulalltag (Unterricht, Pausen, Mittagsband).

Die Entspannungszeit und Ruhe wirkten deutlich im Unterricht nach.

Die Kinder kehrten geerdet, ruhig und entspannt ins Klassenzimmer zurück, und wir bemerkten eine größere Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit. Durch die Entspannung war die Atmosphäre unter den Kindern gelöst und Konflikte traten wesentlich seltener auf. Das Sozialverhalten verbesserte sich hinsichtlich Achtsamkeit, gegenseitigem Respekt und Toleranz.

 

Yoga für die Lehrkräfte

Was bringt Yoga uns Lehrern im Schulalltag?

Herr Coban bot den Lehrkräften theoretisches Hintergrundwissen sowie eine Vielfalt an Yogastilen an. Jede praktische Einheit umfasste immer wieder neue Übungen, gepaart mit bekannten Abläufen wie zum Beispiel dem Sonnengruß. Toll fanden wir Herrn Cobans Flexibilität, auf unsere Bedürfnisse einzugehen und die Übungen darauf abzustimmen. Anfangs äußerten wir unser Befinden auf einer Skala von 1-10. Danach richtete sich die Stunde bezüglich ihres Schwerpunktes aus.

Wir lernten auf zwei Ebenen: Einerseits bekamen wir Übungen an die Hand, die wir leicht im Klassenzimmer, draußen oder in der Turnhalle mit den Kindern durchführen konnten, andererseits ging es tatsächlich auch um unsere eigene Gesundheit. Wir lernten, wie wir uns leicht entspannen, regenerieren und abschalten können. Gelassenheit und innere Ruhe, was sich ja auf die Kinder überträgt, ist im Lehrberuf äußerst wichtig. Die vielfältigen Anforderungen und die dauernde Ansprache seitens der am Schulleben Beteiligten erfordern innere Ruhe, um adäquat reagieren und professionell arbeiten zu können.

Auf unsere Wünsche und Möglichkeiten ging Herr Coban gerne ein und machte immer deutlich, dass jeder gut auf sich achtgeben und die Grenzen seines Körpers respektieren sollte. Yoga habe nichts mit Schmerz zu tun. Im Yoga diese bewussten Entscheidungen zu treffen, half uns, dies auch auf den Alltag anzuwenden und achtsamer mit uns zu sein, was wiederum bewirkte, Stress und Belastungen früher zu erkennen und anders damit umzugehen. Letztendlich wirken sich diese Faktoren so positiv auf die Gesundheit der Lehrkräfte aus, dass wir Yoga ganz klar als Präventionsmaßnahme gegen stressbedingte Krankheitsfälle sehen.

PEP mit Sezai Coban war für uns ein Geschenk, das wir dankbar angenommen haben und das uns Glück und Zufriedenheit brachte. Wir danken Herrn Coban von ganzem Herzen. Wie schön wäre es, ZAI-Yoga® mit dieser professionellen Unterstützung dauerhaft an den Schulen anzusiedeln.

Therese Hauschild und Michaele Treuter (Lehrerinnen, Gemeinschaftsschule Schreienesch – Friedrichshafen am Bodensee)

 

PS:

Vielen Dank der     für die großartige und zukunftsweisende Kooperation.

 


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