Gesunde Schule mit „PEP“ – Gemeinschaftsschule Schreienensch

Weniger Stress mit “PEP”

PEP steht für “Positive Energy Project” und ist ein innovatives Präventionsprogramm, das dem aktuellen “Leitfaden Prävention”, der gesetzlichen Krankenkassen entspricht.  Mit alltagstauglichen Übungen und eigenst konzepierten Methoden wie ZAI-YogaⓇ, lernen in einer Baden-Württembergischen Schule am Bodensee ca. 100 TeilnehmerInnen, bestehend aus SchülerInnen, LehrerInnen, GanztagsmitarbeiterInnen und Schulsozialarbeit den Umgang mit Stress und Stressbewältigungmethoden.  

“Stress, Burnout, Depression, Angststörungen und andere psychische Erkrankungen sind nach einer neuen Studie der Swiss Life die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit in Deutschland. Laut einer Analyse der Versicherung ist eine psychische Erkrankung bei weit über einem Drittel (37 Prozent der Fälle) Ursache des vorzeitigen Ausscheidens aus dem Arbeitsleben.”

(Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/berufsunfaehigkeit-wegen-psychischer-krankheiten-nimmt-zu-16155050.html)

Präventiv ihre Gesundheit zu fördern, da sind sich die Experten einig, könnten Schüler, wenn man ihnen beibringt, sich selbst besser zu verstehen – durch Gesundheitsbildung und Achtsamkeitstraining. Eine Baden-Württembergische Gemeinschaftsschule macht vor, wie das geht.”                                                  

 

Übungen ab der Grundschulförderklasse

Die Gemeinschaftsschule Schreienesch in Friedrichshafen am Bodensee  setzt auf das Präventionsprogramm “PEP”, das von dem ganzheitlichen Bewegungstherapeuten Sezai Coban entwickelt wurde. Das Ganze startete 2017 als Pilotprojekt an zwei Schulen in Bayern und Baden-Württemberg. Die Resonanz war sowohl von den SchülerInnen und Eltern als auch von der Schulleitung durchweg positiv.  

Fortbildung pädagisches Personal

LehrerInnenfortbildung

Aktuell  werden 5 Pädagogen,  als MultiplikatorInnen  geschult, die Einrichtungsintern ausgewählte Übungen weitergeben.  Die Übungen sind alltagstauglich und praktisch und beinhalten wesentliches Wissen ohne esoterischem Überbau. Die SchülerInnen lernen z.B. Atemübungen um ihre Aufregung  vor Klassenarbeiten zu regulieren. Es gibt Workshopreihen für LehrerInnen und Pädagogen aus dem Ganztagsbereich. Auch laufende Kurse für die SchülerInnen ab der Grundschulförderklasse bis zu den 9 KlässlerInnen stehen im Angebot.  

„Mir ist das Wohl meiner Kollegen und der gesamten Schulgemeinschaft sehr wichtig. Wir möchten die Übungen und Methoden und dem damit verbundenen Kompetenzerwerb fest in unserem Schulprogramm verankern“, sagt Schulleiter Kai Nopper.

 

Stress in der Schule

Viele Schüler leiden unter Stress – das ist inzwischen mehrfach bewiesen worden. Laut einer Studie der Krankenkasse DAK Gesundheit fühlen sich 43 Prozent der Schulkinder gestresst und klagen über Kopf- und Rückenschmerzen, Schlafprobleme oder Panikattacken. Wie die Untersuchung aus dem Jahr 2017 zeigt, sind die Gründe dafür unterschiedlich: Manche Mädchen und Jungen tun sich schwer, dem Leistungsdruck standzuhalten und haben Angst vor schlechten Noten. Andere wiederum fühlen sich in ihrer Klasse nicht wohl, sind einsam oder leiden unter Mobbing. Fakt ist: Für viele Schüler ist Schule eine Belastung.

Nicht immer ist ein Schulwechsel an dieser Stelle die erste Wahl: Vielmehr sollte in Gesprächen herausgefunden werden, was der Auslöser für die Sorgen des Kindes ist. Häufig sind nicht nur ein, zwei ungeliebte Lehrer schuld, oft sind es auch die Eltern, die bewusst oder unbewusst Druck auf das Kind ausüben. Dann gilt es, sich als Erziehungsberechtigte erst einmal selbst zu hinterfragen

(Quelle:https://www.haz.de/Nachrichten/Wissen/Uebersicht/Weniger-Stress-Achtsamkeit-als-Unterrichtsfach?fbclid=IwAR238RyMEQStFWQJ1dbKqS4trAgufXxj9iYsm_PDCHWI6mQ0exvTITNEkOg) 

Nachhaltigkeit und mehr Konzentration

„Die SchülerInnen erwerben vielseitige Kompetenzen, und lernen diese eigenverantwortlich und selbstständig einzusetzen, “ sagt Coban .

“Durch die ständige Reiz-und Informationsüberflutung über die modernen Technologien und Social Media und den Herausforderungen des Schulalltags kommen sie selten zur Ruhe. Für viele SchülerInnen ist es sehr neu und ungewohnt, wenn sie sich bei den Yoga- und Atemübungen einfach nur auf sich selbst konzentrieren sollen. Doch die Rückmeldungen sind durch und durch positiv und die SchülerInnen lernen und merken bald wie sehr Ihnen die eigene  Körperwahrnehmung und Entspannung guttut.“

“Durch Methoden wie Yoga, die den Körper zeitweise in einen Ruhemodus versetzen, erreicht der Mensch eine innere Ausgeglichenheit, die zu einer Stabilität der Persönlichkeit führt. Diese Balance besitzt kognitive sowie physische Effekte und wirkt sich somit auch positiv auf die sozialen Interaktionen des Übenden aus –  zitiert er weiter Stück.” (vgl. Stück 2011a, S.23)

“Die Auswirkungen des ganzen Programms sind absolut positiv”, sagt Nopper: „ Ich sehe LehrerInnen die entspannter und glücklicher sind. Die Schüler berichten, dass sie gelassener sind und mehr Selbstvertrauen und Konzentration erlangen. Dies wirkt sich auch fördernd auf ihre schulische Leistungen aus.

Wir möchten auch ganz herzlich Frau Cornelia Gesell, Expertin für Lebenswelten (TK), für ihre Unterstützung und ihren großartigen Einsatz danken”

 

mehr Infos unter: www.gesundheitsförderung-prävention.de


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